Energieautonome Ökohöfe und Nullemissions-Häuser

Beim Durchsehen des aktuellen idw-Newsletters sind mir zwei komplementäre Berichte aufgefallen. Unter der etwas waghalsigen Überschrift “Teller und Tank” sind möglich wird über Feldversuche auf ökologisch wirtschaftenden Bauernhöfen berichtet, die neben einer Haupt- noch eine Zweitkultur auf der selben Fläche anbauen. Bei diesem Mischfruchtanbau wurde z.B. neben Erbsen als Hauptfrucht noch Leindotter angebaut. Die beiden Pflanzen teilen sich die Ackerfläche - mit erstaunlichen Resultaten. Laut idw-Mitteilung wurde bei dieser Mischung mit fast 3 Tonnen Erbsen nahezu der vollständige übliche Ertrag gewonnen, und nebenbei konnten 250 Liter Leindotteröl erwirtschaftet werden. Die Bearbeitung eines Hektars verbraucht laut Bericht 80-150 Liter Pflanzenöl, so dass man hier von einer wirklichen Energieautonomie sprechen kann (weiß der Geier, warum gerade alle möglichen Leute von der streng genommen nicht zutreffenden Energie”autarkie” sprechen, aber sei’s drum). Andere Kombinationen seien nicht ganz so erfolgreich, und zudem fehlt oft noch die Erfahrung mit den alternativen Pflanzentreibstoffen, aber diese Art selbstgenügsamen und dabei sehr produktiven Ökoanbaus verdient weitere Beachtung und Förderung, gerade in Zeiten explodierender Erdölpreise.

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Klimatischer Stadtumzug bis 2100

Bei einem Vortrag am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung während der diesjährigen Langen Nacht der Wissenschaften wies der Soziologe Fritz Reusswig auf eine interessante Studie von Stephane Hallegatte hin. Unter dem Titel “Using maps of city analogues to display and interpret climate change scenarios and their uncertainty” hat Hallegatte als Co-Autor zusammen mit Sebastian Kopf und Minh Ha-Duong zwei regionale Klimamodelle genommen und versucht darzustellen, wo 12 ausgewählte europäische Städte unter den Bedingungen des Klimawandels im Laufe des 21. Jahrhunderts klimatisch hinwandern werden.

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Initiative Möckernkiez - Energie- und Rohstoffwende im Selberbau

Seit einem guten halben Jahr bin ich sehr aktives Mitglied einer Initiative in Berlin, die in Eigenregie ein drei Hektar großes Baufeld in Kreuzberg bebauen will. Mit der “Initiative Möckernkiez” wollen wir bezahlbare Wohnungen für breite Bevölkerungsschichten schaffen, die ebenso ökologisch vorbildlich wie sozial integrativ sein, die barrierefrei gestaltet werden und interkulturelles Leben befördern sollen. Auf unserer kürzlich freigeschalteten Webseite www.mockernkiez.de stehen viele weitere Informationen zu unserem Vorhaben. An dieser Stelle will ich vor allem auf den ökologischen Aspekt eingehen und BesucherInnen meines Blogs dazu einladen, konstruktive Kommentare, Vorschläge und Anregungen einzubringen.

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Die Ökostadt kommt! Leider (noch) nicht bei uns.

Weil ich selber Mitglied einer Baugruppe bin, die in Berlin ein geeignetes Gelände zum Bau eines größeren Passivhaus(komplex)es sucht, stöbere ich seit einigen Monaten immer wieder mal in stadtplanerischen Artikeln oder schaue mir architektonische Entwürfe an. Vor ein paar Wochen bin ich auf ein ehrgeiziges Projekt in Abu Dhabi aufmerksam geworden. Unter dem Namen Masdar (was übersetzt so viel wie Ursprung oder Quelle heißen soll) plant das Emirat, eine sechs Quadratkilometer große 50.000-Einwohnerstadt so umfassend wie nur möglich nachhaltig zu bauen. Das heißt sowohl autofrei wie auch CO2-emissionsfrei und abfallfrei. Die Energieversorgung übernimmt das dann größte solarthermische Kraftwerk der Welt. Kein Punkt in der ganzen Stadt wird mehr als 200m vom nächsten Einstiegspunkt in das öffentliche Verkehrsmittelnetz entfernt sein. Das Emirat plant damit endlich handfest für die Zeit vor, in der Öl astronomisch teuer werden wird.

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