Klimatischer Stadtumzug bis 2100

Bei einem Vortrag am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung während der diesjährigen Langen Nacht der Wissenschaften wies der Soziologe Fritz Reusswig auf eine interessante Studie von Stephane Hallegatte hin. Unter dem Titel “Using maps of city analogues to display and interpret climate change scenarios and their uncertainty” hat Hallegatte als Co-Autor zusammen mit Sebastian Kopf und Minh Ha-Duong zwei regionale Klimamodelle genommen und versucht darzustellen, wo 12 ausgewählte europäische Städte unter den Bedingungen des Klimawandels im Laufe des 21. Jahrhunderts klimatisch hinwandern werden.

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Arktisches Meereis auf direktem Weg zu neuer Rekordschmelze

Wir erinnern uns: Im Sommer 2007 schrumpfte das arktische Meereis in atemberaubendem Tempo. Waren zu Beginn der Satellitenbeobachtung im Jahr 1979 noch Ausdehnungen um 7,5 Millionen km2 gemessen worden, ließ das vergangene Jahr selbst pessimistische Prognosen blass aussehen.  Das Septemberminimum landete deutlich unterhalb der Marke von 4,5 Millionen km2.

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Versauerung der Meere

Mit der “Versauerung der Meere” ist heute ein von mir wesentlich mit verfasster Artikel auf der Startseite der deutschsprachigen Wikipedia verlinkt. Aus diesem Anlass wollte ich auch in meinem Blog die Aufmerksamkeit auf diese oft nicht mitgedachte Folge unserer Kohlendioxid-Emissionen lenken. Ich wünsche eine anregende Lektüre!

Anna Nicole Smith und das Klima

Via Andrew Revkin von Dot Earth bin ich auf ein großartiges Video der Medienwissenschaftlerin Alisa Miller gestoßen. Miller untersucht die räumliche Verzerrung, die sich aus der unausgewogenen Berichterstattung US-amerikanischer Medien ergibt. Oder in anderen Worten: Wie es dazu kommt, dass bestimmte Länder und Ereignisse überhaupt nicht erwähnt werden, während andere überdominant vorkommen - und welche Folgen das für die öffentliche Wahrnehmung hat.

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2.000 demonstrieren für Artenvielfalt, 850.000 feiern auf Straßenparty

Nach kläglichen 5.000 oder so DemonstriererInnen am 8. Dezember 2007 am groß angekündigten Klimaaktionstag in Berlin hat die Umweltbewegung dieses Wochenende wieder einmal ihre Schwäche gezeigt. Ganze 2.000 Leute haben sich bei bestem Wetter in Bonn dazu bewegen können, die Auftaktdemo zum Biodiversitäts-Gipfel zu beehren. Das liegt allerdings nicht daran, dass die Leute mit nix vor die Tür zu bewegen wären, im Gegenteil: Stolze 850.000 Leute haben alleine am Sonntag den Berliner Karneval der Kulturen besucht und es sich gut gehen lassen. Das sei ihnen, ohne Frage, mehr als gegönnt. Ich habe selber den Karneval oft, gerne und ausgiebig besucht. Das Verhältnis von 1 Umwelt- und EntwicklungsdemonstrantIn zu 425 StraßenpartylöwInnen wirft allerdings ein bezeichnendes Licht auf den Zustand der Umwelt- plus der Entwicklungsbewegung.

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Mittelfristige Erwärmung

In den letzten beiden Tagen herrschte rege Betriebsamkeit in der Welt der veröffentlichten Meinung über eine Studie von Keenlyside, Latif , Jungclaus et al., die im Fachblatt Nature veröffentlicht wurde (PDF). Unter dem Titel “Advancing decadal-scale climate prediction in the North Atlantic sector” veröffentlicht das Autorenteam eine neue Methode, mit der mittelfristige (bis zu zwei Jahrzehnte) Prognosen zur Temperaturentwicklung errechnet werden können.

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Beck lügt wieder

E.G. Beck, der Berühmtheit durch seine vielen Fälschungen erlangt hat, hat sich mal wieder eine neue Geschichte ausgedacht.

Auf der Internetseite www.eike-klima-energie.eu hat er einen Text zur globalen Erwärmung geschrieben.
Dort schreibt er u.a.:

Beide Datenreihen [CRU und GISS] zeigen seit ca. 1975 einen starken Anstieg der Temperatur.

und

Die seit 1979 von Satelliten gemessenen Temperaturen [er verweist auf RSS] werden vom Weltklimarat und der Politik ignoriert. Sie zeigen keinen solchen Temperaturanstieg und tasten die gesamte Erdoberfläche präzise ab.

Mal davon abgesehen, dass die Satelliten nicht die gesamte Errdoberfläche vermessen (RSS TLT: 70°S bis 82,5°N), stimmen die Angaben natürlich nicht. Von 1979 bis heute kommt GISS auf eine Erwärmungsrate von 0,166°C/Dekade und CRU auf 0,165°C pro Jahrzehnt. Die Satellitendaten von RSS zeigen eine noch etwas stärkere Erwärmung und zwar um 0,177°C pro Dekade (siehe hier). Da ist Beck also mal wieder ganz in seinem Element.

Treibhausgase 2007

Die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hat gestern Daten zur Entwicklung der Treibhausgase im vergangenen Jahr veröffentlicht. Die Zahlen offenbaren die ganze Hilflosigkeit und Scheinheiligkeit der weltweiten Klimapolitik.

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Online-Kurse zur globalen Erwärmung

Vor vielen Monaten war ich mutig genug, in der Wikiversity einen freien Online-Kurs zur globalen Erwärmung anzufangen. Aufgrund mangelnder Zeit ist davon bislang nicht viel mehr als das Gerüst fertig gestellt. Wer trotzdem in den Genuss freier Lernmaterialien über die Erderwärmung kommen will und außerdem mit Englisch keine Probleme hat, sei hiermit auf das Angebot der Open University verwiesen. Neben den happigen Preisen des kostenpflichtigen Angebots der OU ist vor einiger Zeit unter dem Stichwort “Open Learn” eine kostenfreie Lernplattform gestartet worden. Und in dieser existieren zwei Kurse zum Klimawandel: Einmal unter dem Titel “Global warming”, ein weiterer unter dem Titel “Climate change”. Für ersteren wird ein Zeitbudget von 5 Stunden angegeben, meiner Meinung nach eine Untertreibung. Der zweite Kurs kommt mit 20 Stunden der Realität schon näher. Die einfache Registrierung ermöglicht nicht nur die Teilnahme, sondern auch Austausch mit anderen TeilnehmerInnen sowie eine Rückmeldung an die OU zu geben. Enjoy!

Worte eines wahrhaften Skeptikers

Steve McIntyre, Betreiber des Blogs ClimateAudit, berichtet in seinem jüngsten Beitrag über einen Kurztrip zu Judith Curry ans Georgia Institute of Technology, wo er auch eine Präsentation vor ca. 100 Interessierten gab. Unabhängig davon, wie man zu McIntyres Arbeit steht, für wie tiefgreifend man seine Kritiken erachtet oder was man von seinem Ton hält, ein Zitat von ihm will ich ohne wenn und aber hier wiedergeben:

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