Arktisches Meereis auf direktem Weg zu neuer Rekordschmelze

Wir erinnern uns: Im Sommer 2007 schrumpfte das arktische Meereis in atemberaubendem Tempo. Waren zu Beginn der Satellitenbeobachtung im Jahr 1979 noch Ausdehnungen um 7,5 Millionen km2 gemessen worden, ließ das vergangene Jahr selbst pessimistische Prognosen blass aussehen.  Das Septemberminimum landete deutlich unterhalb der Marke von 4,5 Millionen km2.

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Linktipp: Antarktische Eisverluste

Eigentlich wollte ich schon seit Wochen einen längeren Beitrag über die Antarktis schreiben, aber wichtige Dinge (wie Urlaub) haben mich davon abgehalten. Jetzt kann ich mir das eh sparen, denn James von der Island of Doubt hat über die jüngst gemessenen Massenverluste in der Antarktis schon alles wichtige geschrieben (und besser dazu als ich es könnte). In Kurzfassung:

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Pflanzenreste unterm Gletscher

Funde organischen Materials an gerade von zurückgehenden Gletschern freigelegten Flächen zeigen, dass Grönland auch früher schon einmal so warm war wie heute. Das ist erstens schon lange bekannt - und zweitens alles andere als eine gute Nachricht.

Auf dem diesjährgen American Geophysical Union Fall Meeting wurde ein Papier von Lowell et al. vorgestellt, in dem Funde organischen Materials in Grönland besprochen werden (die für sich genommen leider nur wenige Informationen liefernde Präsentation gibt es hier). Das besondere ist, dass diese Pflanzenreste an Stellen gefunden wurden, die erst jüngst vom zurückweichenden Eisschild freigelegt worden sind. Das ist ein eindeutiger Beleg dafür, dass diese Orte bereits früher einmal eisfrei waren. Mittels der Radiokarbonmethode konnten die Funde auch genauer datiert werden. Demnach wuchsen die Pflanzen in einem Zeitraum zwischen 400 und 1014, und am stärksten zwischen 800 und 1014. Das deutet darauf hin, dass zu jener mittelalterlichen Zeit die Temperaturen in Grönland wenigstens so warm waren wie gegenwärtig. Lowell et al. schreiben: “Both the ice cap geometry and the presence of overrun organic remains indicate past temperatures at least as warm as those at present.”

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Entwarnung am Kilimandscharo?

Schwinden die Gletscher des Kilimandscharos doch nicht?
Kilimandscharo-Gletscher

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Ein letztes Eis jemand?

So baff wie gerade bin ich selten, wenn ich die Nachrichten über den Klimawandel verfolge. Meistens lese ich da von eher kleinen, mit Unsicherheiten behafteten Veränderungen, die man erst nach Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten voll zu spüren bekommen könnte, oder die zwar schon da sind, aber letztlich mickrig sind gegen das, was noch kommen könnte.

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