OECD verdammt Agrokraftstoffe

Nach einem Hinweis der heutigen taz bin ich gleich zur Webseite der OECD gesprungen und habe mir den jüngsten Bericht der Organisation zu Agrokraftstoffen angeschaut. “Biofuel policies in OECD countries costly and ineffective, says report”, sagt die OECD-Webseite. Die volle Studie, “Economic Assessment of Biofuel Support Policies” (PDF), lässt kein gutes Haar am Kosten-Nutzen-Verhältnis heutiger Acker-Kraftstoffe.

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Zwei Zeit-Artikel, letzte Woche

Ohne großes Drumherum will ich hier auf zwei Artikel aus der Zeit verweisen, die bereits letzte Woche erschienen waren. Beide behandeln auf kritische Weise zwei Phänomene, die mich ebenfalls beschäftigen. Der eine Artikel unter dem Titel “Illusion Ökostrom” enthält eine Menge interessanter Informationen über die knifflige Frage nach der Funktion von Ökostrom und dessen Märkten. Auch wenn die Nachricht, dass aus meiner Steckdose immer der selbe Strom kommt, ganz gleich bei welchem Anbieter ich bin, für mich etwa den gleichen Neuigkeitswert hat wie die Tatsache, dass der Aufdruck “delphinfreundlich gefangen” auf einer Dose Thunfisch keinerlei Bedeutung für irgendeinen (noch) lebenden Delphin hat, lohnt sich die Lektüre.

Der andere Artikel heißt und beschäftigt sich mit der “Konjunktur der Ängste”. Bei Gruselgeschichten der letzten Jahre wie der über die Vogelgrippe war diese Konjunktur besonders gut zu spüren. Ob der Autor Ulrich Schnabel aus Platzgründen oder vielmehr wohlweislich auf ein billiges Klimafolgen-Diskussions-Bashing verzichtet hat, weiß ich nicht. Auf jeden Fall tut er es, und das macht den Artikel lesbar und spannend zugleich.

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Energetische Amortisationszeit von Windkraftanlagen und Solaranlagen

Wenn es um die regenerativen Energien geht, hört man von Gegnern immer wieder dieses Argument: Für die Herstellung und Entsorgung von Windkraftanlagen oder Solaranlagen sei mehr Energie erforderlich, als diese in ihrer Lebensdauer wieder hereinspielten.

Was ist von diesem Argument zu halten? Hält es einer Überprüfung statt?

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Ölfördermaximum

Wie bereits berichtet, kommen die Wissenschaftler der “Energy Watch Group” (EWG) zum Schluss, dass das Maximum der weltweiten Ölförderung im Jahr 2006 erreicht wurde. Nun legt auch die “Association for the Study of Peak Oil and Gas” (ASPO) nach: In ihrem aktuellen Bericht datiert sie das Fördermaximum auf das Jahr 2007. Und auch bei der “Internationalen Energie Agentur” (IEA) scheint sich ein Umdenken in Gang zu setzen.

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Initiative Möckernkiez - Energie- und Rohstoffwende im Selberbau

Seit einem guten halben Jahr bin ich sehr aktives Mitglied einer Initiative in Berlin, die in Eigenregie ein drei Hektar großes Baufeld in Kreuzberg bebauen will. Mit der “Initiative Möckernkiez” wollen wir bezahlbare Wohnungen für breite Bevölkerungsschichten schaffen, die ebenso ökologisch vorbildlich wie sozial integrativ sein, die barrierefrei gestaltet werden und interkulturelles Leben befördern sollen. Auf unserer kürzlich freigeschalteten Webseite www.mockernkiez.de stehen viele weitere Informationen zu unserem Vorhaben. An dieser Stelle will ich vor allem auf den ökologischen Aspekt eingehen und BesucherInnen meines Blogs dazu einladen, konstruktive Kommentare, Vorschläge und Anregungen einzubringen.

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Online-Aktion für nachhaltigen Ausbau von Agrokraftstoffen

Auf der Online-Plattform avaaz.org wurde kürzlich eine Petition zum Mitzeichnen freigeschaltet, mit der Staats- und Regierungschefs auf dem anstehenden G20-Gipfel aufgefordert werden können, strikte Nachhaltigkeitsstandards bei Agrokraftstoffen einzuführen. Die Petition ist zu finden unter

Avaaz.org: Erst der Teller, dann der Tank!

TREC

Am morgigen Mittwoch stellt die Trans-Meditarranean Renewable Energy Cooperation, kurz TREC, dem EU-Parlament ein Weißbuch über die Realisierbarkeit des ambitionierten Energieprojektes vor. Was sich dahinter verbirgt, ist wohl am einfachsten in einem eigenen Wikipedia-Artikel nachzulesen. Kurz gesagt geht es darum, mit zahlreichen Erneuerbare-Energien-Anlagen sowohl für Europa als auch für Afrika und den Nahen Osten eine nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen. Ein massiv ausgebautes Hochspannungs-Gleichstromnetz sorgt für die verlustarme Übertragung der Elektrizität. Jede Region setzt dabei auf die ihr eigenen Vorteile: Während Mitteleuropa vor allem Biomasse herstellt, steuern die skandinavischen Länder Wasserkraft und die afrikanischen Nationen Solarenergie bei. Dank des transmediterranen Verbundnetzes gleichen sich in der Theorie auch Schwankungen von Windparks und Solarkraftwerken aus. In einer Modellgrafik sieht das ganze so aus:

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