Montreal - das bessere Kyoto?

Das Montrealer Protokoll gilt weithin als eine Erfolgsgeschichte der Umweltpolitik. Es ist ein Protokoll zur Ausgestaltung des 1985 beschlossenen Wiener Übereinkommens zum Schutz der Ozonschicht und regelt die Details der internationalen Bemühungen um das Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW). Das Protokoll selber ist in seiner jüngsten, 1999 in Peking revidierten Fassung mit etwa 15 Seiten nicht gerade ausufernd lang, hat jedoch anscheinend eines der bedeutendsten Umweltprobleme unserer Zeit gelöst. In diesem Beitrag will ich auf die Hintergründe eingehen und darstellen, warum Parallelen zum Klimaschutzprozess mit Vorsicht zu genießen sind.

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Neptun und die Erderwärmung

In der letzten Woche gab es in der Blogwelt einige Diskussionen über eine Studie, die einen ausgesprochen hanebüchenen Zusammenhang zwischen beobachteten optischen Veränderungen auf dem Neptun und den steigenden Temperaturen auf der Erde im Rahmen der globalen Erwärmung herstellt. Ausgebrochen sind die Diskussionen nach einem nicht minder fragwürdigen Beitrag auf World Climate Report, in übersetzter und ebenfalls kritikloser Form zu lesen bei oekologismus.de. Wovon handelt die Studie, und welche Schlüsse lassen sich wirklich aus ihr ziehen?

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Der Treibhauseffekt

Für meinen ersten Post habe ich mir einen ziemlich schweren Happen ausgesucht: Den Treibhauseffekt. Natürlich gibt es ganz einfache und eingängige Erklärungsversuche dafür: Treibhausgase wie Kohlendioxid, Methan oder Wasserdampf fangen Wärme ein, deshalb erhöht sich mit steigendem Anteil dieser Stoffe die Temperatur der Erdatmosphäre. Oder: Durch den Treibhauseffekt wird Wärmestrahlung zurück zur Erde reflektiert, was sie aufheizt. Schließlich: Treibhausgase wirken wie eine Art Decke, das heißt sie isolieren die Atmosphäre, und es kann weniger Hitze entweichen. Alles schon mal gehörte Erklärungen. Das Problem ist nur: So einfach ist die ganze Sache leider nicht, und besonders der Vergleich mit der Decke ist eine so grobe Vereinfachung, dass man ihn gleich als falsch bezeichnen sollte.

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Willkommen zu “Globale Umweltpolitik”!

Warum ein Blog “Globale Umweltpolitik”?

Die meisten lesenswerten Blogs zur globalen Umweltpolitik sind auf englisch verfasst. Zum Klimawandel gibt es praktisch kein einziges gutes, deutschsprachiges Blog. Die wesentlichen Diskussionen finden auf englischen Seiten statt, und es gibt keine Stelle an der prägnant und verständlich aktuelle Diskussionen für unseren Sprachraum zusammengefasst werden. Das soll sich mit “Globale Umweltpolitik” ein gutes Stück weit ändern.

Ich bin Nils Simon, 25, angehender Politikwissenschaftler, studiere an der Freien Universität Berlin und der University of Sussex (UK) mit Schwerpunkten auf globaler politischer Ökonomie, internationalen Beziehungen und globaler Umweltpolitik. Eines meiner Ziele mit “Globale Umweltpolitik” ist es, wichtige Diskussionsstränge aus bekannten englischen Blogs ins Deutsche herüberzuholen. Dazu werde ich mich ungeniert und hemmungslos an deren Beiträgen bedienen. Ich möchte aktuelle Ereignisse kommentieren, Forschungsergebnisse darstellen und öffentliche Diskussionen kritisch begleiten.

Meine Schwerpunkte liegen außerdem auf der globalen Erwärmung und Klimaskepsis. Ich will politische Verhandlungen zum Beispiel zur Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll kommentieren. Ein Fokus soll auch auf weitere Umweltthemen wie Überfischung oder Entwaldung gelegt werden. Zusätzlich will ich die Rolle des Welthandels beim Umweltverbrauch und Ressourcenstress beleuchten. Kurz: “Globale Umweltpolitik” will alles beschreiben, was zur globalen Umweltpolitik gehört - und ein bisschen darüber hinaus geht.

Was habe ich bisher zu diesen Themen geschrieben? Hin und wieder kommentiere ich Einträge auf den am rechten Rand verlinkten Blogs. Vor allem aber schreibe ich regelmäßig bei Wikipedia zum Thema Klimawandel. Artikel wie Globale Erwärmung oder Folgen der globalen Erwärmung stammen zu nicht unwesentlichen Teilen aus meiner Feder. Im Sommer 2007 schreibe ich außerdem eine Masterarbeit zur globalen Umweltgerechtigkeit oder Umweltethik und der globalen Erwärmung.

Wenn ihr einen meiner Beiträge kommentieren wollt, nur zu. Ich erlaube mir, eure Beiträge vor der Veröffentlichung erst einmal zu lesen, habe also eine Moderation eingerichtet. Spam, am Thema vorbei gehende Beiträge, allzu grober Unfug, Unfreundlichkeiten und anderer Blödsinn werden also von Anfang an herausgefiltert. So hoffe ich, dass wir Diskussionen relativ dicht führen können.

In diesem Sinne: Herzlich willkommen zu “Globale Umweltpolitik”!

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